
Der anhaltende Bauflächenbedarf und zunehmende Flächennutzungskonkurrenzen bedingen neue Konzepte für die Raumentwicklung und eine stärkere stadtregionale Zusammenarbeit. Hierfür führte das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen das Modellvorhaben der Raumordnung „Regionale Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“ (MORO Fläche) durch. Unterstützt wurde es dabei vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Auftragnehmer für die Begleitforschung waren ILS Research und Quaestio. In sieben Modellregionen wurden innerhalb des Projektzeitraums (2023 – 2025) innovative Handlungsansätze zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und nachhaltigen Entwicklung des Siedlungsbestands entwickelt und erprobt.
Der Verband Region Südlicher Oberrhein hatte sich 2022 gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Freiburg 2022 erfolgreich für eine Bundesförderung durch dieses MORO beworben. Ausgangspunkt der Antragstellung war ein spezielles Segment der Flächennachfrage: die Logistik. Im Rahmen des Modellvorhabens RegioLog konnte am Beispiel der regionalen Distributionslogistik deren Flächenansprüche in der Region Freiburg untersucht und Impulse für eine nachhaltige Logistikflächenkonzeption skizziert werden. Die Ergebnisse sind in einer Abschlusspublikation zusammengestellt. Der an das Modellvorhaben anschließende Beratungs- und Verbreitungsprozess soll dazu beitragen, dass die erarbeiteten Erkenntnisse in eine Vielzahl örtlicher, interkommunaler und regionaler politische Entscheidungen, darunter auch eine Fortschreibung des Regionalplans, ein-fließen und auf diese Weise verstetigt werden.

